Neues aus dem Institut

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Neuerscheinung: Das Jahr 1868 - Musik zwischen Realismus und Gründerzeit

Zürcher Festspielsymposien: Das Jahr 1868: Musik zwischen Realismus und Gründerzeit

Soeben ist im Verlag Bärenreiter der neue Band der Reihe 'Zürcher Festspielsymposien' (herausgegeben von Prof. Dr. Laurenz Lütteken) erschienen: Das Jahr 1868: Musik zwischen Realismus und Gründerzeit. Er enthält Beiträge von Werner Plumpe, Luca Zoppelli, Friedrich Geiger, Richard Erkens, Wolfgang Sandberger, Inga Mai Groote, Ulrich Tadday, Friederike Wißmann und Otto Biba. Die Zürcher Festspiele haben sich, nach zehn erfolgreichen Festspiel-Symposien, entschlossen, die Reihe sowie die Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Institut nicht fortzusetzen. Eine Übersicht über die Reihe wird demnächst auf der Homepage erscheinen. Dieser letzte Band ist dem Initiator der Symposien, Dr. Remé Karlen, gewidmet.
(September 2019)

 

Tonhalle-Stipendium 2019/20

Inzwischen bereits zum 17. Mal konnte das Musikwissenschaftliche Institut das Tonhalle-Stipendium vergeben. Möglich ist dies nur dank des grosszügigen, langfristigen Entgegenkommens der Tonhalle-Gesellschaft. Die Stipendiaten für die Saison 2019/20 stehen nun fest, es sind Viviane Nora Brodmann, Cédric Burri, Brigitta Ursula Grimm und Dina Sommerhalder.
(Juni 2019)

 

Exkursion nach Dortmund

Als Höhepunkt der Veranstaltung "Berufspraxis: Musiktheater in der Praxis" durften Studierende des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich das Theater Dortmund kennenlernen. Vom Lagerraum 9 Meter unter der Erde bis zur Wind- und Donner-Maschine 12 Meter über der Bühne, von der Korrepetitorin über die Regieassistenz bis zum Marketingleiter und von der ersten Leseprobe einer Auftragskomposition bis hin zur Generalprobe der deutschen Erstaufführung von Quartett (Oper von L. Francesconi) – mit Chefdramaturgin Dr. Merle Fahrholz erlebten wir in zweieinhalb Tagen die vielseitigen Facetten ihres Hauses und erhielten in intensiven Gesprächen Einblick in die spannenden Berufe an der Oper. Herzlichen Dank!
(April 2019)

 

Prof. Dr. Ernst Lichtenhahn †

Das Musikwissenschaftliche Institut trauert um Prof. Dr. Ernst Lichtenhahn

Ernst Lichtenhahn, der Familie des eidgenössischen Generalstabsoberst Ernst Ludwig Lichtenhahn entstammend, wurde am 4. Januar 1934 in Arosa geboren, als jüngerer Bruder des Schauspielers Fritz Lichtenhahn.

Er studierte ab 1956 an der Musik-Akademie Basel sowie Musikwissenschaft an der dortigen Universität bei Leo Schrade. 1966 wurde er mit einer Arbeit über Die Bedeutung des Dichterischen im Werk Robert Schumanns promoviert (Teildruck 1974). Drei Jahre später erfolgte seine Ernennung zum ausserordentlichen Professor an der Université de Neuchâtel. 1974 habilitierte er sich in Basel, wiederum mit einer Arbeit zur Romantik (sie blieb unveröffentlicht). 1982 erfolgte seine Berufung zum ausserordentlichen Professor für Musikwissenschaft an der Universität Zürich, wo er 1985 zum Ordinarius befördert wurde. Er beschäftigte sich insbesondere mit der Musik und der Musikanschauung des 18. bis 20. Jahrhunderts und entwickelte während seiner Zürcher Jahre einen Forschungsschwerpunkt zur Musikethnologie, insbesondere mit Feldforschungen zur Kultur der Tuareg und der Hausa.

Ernst Lichtenhahn war unter anderem von 1974 bis 1996 Zentralpräsident der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft und für einige Jahre Präsident der Musikkommission der Stadt Zürich. Nach seiner Emeritierung 1999 blieb er der Universität noch für einige Zeit durch die Arbeit in dem von ihm aufgebauten musikethnologischen Archiv (heute Teil des Völkerkundemuseums) verbunden.

Nach schwerer Krankheit ist Ernst Lichtenhahn am 29. April 2019, in seinem 86. Altersjahr, in Basel verstorben.
(April 2019)

 

Antrittsvorlesung Prof. Groote

Strauss

Am 18. März hielt Prof. Dr. Inga Mai Groote ihre Antrittsvorlesung, mit dem Titel "le suprême mystère des sciences de l’homme"? - Musikwissenschaftliche Perspektiven auf den Acoustic Turn". Die Vorlesung fand in der Aula der Universität statt und wurde vom Dekan eingeleitet. (März 2019)

 

Neuerscheinung: Strauss

Strauss

Soeben ist bei Oxford University Press, New York, herausgekommen von Prof. Dr. Laurenz Lütteken: Strauss. Die Monographie ist erschienen in
der Reihe "The Master Musicians". Es handelt sich um die leicht erweiterte und aktualisierte englische Übersetzung von "Richard Strauss. Musik der Moderne" (Ditzingen: Reclam 2014). Die Übersetzung wurde gefördert von der UBS Kulturstiftung. (März 2019)

 

Neuerscheinung: Das deutsche Kirchenlied

Soeben sind die Bände 4 (Gesänge N-Z und Nachträge) und 7 (Kritische Berichte zu Bd. 3-5) der Edition "Das deutsche Kirchenlied" (begründet von Prof. Dr. Dr. h.c. Max Lütolf, fortgeführt von Prof. Dr. Laurenz Lütteken) im Verlag Bärenreiter erschienen. Damit ist die umfangreiche, von Max Lütolf verantwortete und entscheidend durchgeführte Edition abgeschlossen, der noch ausstehende Registerband (als letzter Teil) befindet sich im Druck. (Februar 2019)

Neuerscheinung: Music of the Renaissance

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Soeben ist bei University of California Press in Oakland erschienen von Prof. Dr. Laurenz Lütteken: Music of the Renaissance. Imagination and Reality of a Cultural Practice. Es handelt sich um die englische Übersetzung der deutschen Ausgabe, mit einem Vorwort von Christopher Reynolds. Das Buch wurde 2017 ausgezeichnet mit dem Preis "Geisteswissenschaften International" des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, durch den die Übersetzung gefördert wurde. (Februar 2019)

Neuerscheinung: Hindemith-Vorlesung 2017

Die Hindemith-Vorlesung 2017, die Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Lepenies (Berlin) gehalten hat, ist nun im Druck erschienen, als 203. Neujahrsblatt der Allgemeinen Musikgesellschaft Zürich. Der Autor widmet sich der in der Forschung bisher fast vollständig vernachlässigten Beziehung zwischen Romain Rolland und Richard Strauss. Der Text wurde am 2. Januar 2019 in der Zentralbibliothek ausgegeben und ist ab jetzt über den Buchhandel oder bei Amadeus Verlag erhältlich. (Januar 2019)

Exkursion nach Lübeck

Im Rahmen des Seminars "Musikkultur der Hansestädte" begaben sich Studierende des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich auf Exkursion nach Lübeck und Lüneburg. In drei Institutionen – in der Stadtbibliothek Lübeck, im Stadtarchiv Lübeck und in der Ratsbibliothek Lüneburg – setzten wir uns mit diversen Quellen auseinander, sowohl zur Geschichte der Hanse i.A. (etwa einem Abkommen über gegenseitige militärische Hilfe von einem Dutzend Hansestädten oder einem Hanse-Recess) als auch mit musikalischen Quellen vom 14. bis zum 18. Jh. Zu den spektakulärsten Quellen zählten teilautographe Sammelbände mit Kantaten von Buxtehude sowie Weckmann (erstere in Tabulatur-, letztere in moderner Notation), eine Sammelhandschrift mit Orgelwerken von Weckmann, die Partitur einer fünfteiligen Abendmusik von Johann Wilhelm Cornelius von Königslöw (Der geborene Weltheiland, 1788) oder das aufwändig illuminierte und in seiner monumentalen Pracht überwältigende Wevelkoven-Missale. Eine architektonische Stadtführung, eine Orgelführung in St. Jakobi und ein Besuch des Hansemuseums rundeten die Exkursion ab. (Januar 2019)