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News 2016 - 2020

Artikel des Jahres 2016 - 2020 aus News

 News

- Jahr 2016 -

Die Triosonate - Catalogue Raisonné der gedruckten Quellen veröffentlicht

Am 18. November 2016 konnte im Rahmen einer Feierstunde im Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg der zweibändige Katalog 'Die Triosonate - Catalogue Raisonné der gedruckten Quellen' (München: Henle 2016) der Öffentlichkeit übergeben werden. Es ist das Ergebnis des langjährigen Forschungsprojekts, das Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig Finscher (Ehrendoktor der Universität Zürich) mit Mitteln der Fondazione Balzan (Premio Balzan 2006) am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich durchgeführt hat. Mit der Übergabe war auch die Freischaltung der Datenbank verbunden. Prof. Finscher war bei der Feierstunde anwesend.

MGG Online freigeschaltet

Am 3. November 2016 konnte im Rahmen einer Feierstunde während des Kongresses der American Musicological Society (AMS) in Vancouver MGG Online freigeschaltet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. MGG Online ist die digitale Version der Enzyklopädie 'Die Musik in Geschichte und Gegenwart'. Bei der Feierstunde haben die Präsidentin der AMS, Prof. Ellen T. Harris, der Verleger des Bärenreiter-Verlags, Clemens Scheuch, der Verlagsleiter Dr. Wendelin Göbel sowie die editor in chief von RILM, Dr. Barbara Dobbs Mackenzie, Grußworte gesprochen. Generalherausgeber von MGG Online ist Prof. Dr. Laurenz Lütteken.

Berufung Prof. Dr. Cristina Urchueguía

Prof. Dr. Cristina Urchueguía, Privatdozentin am Musikwissenschaftlichen Institut, hat einen Ruf auf eine ausserordentliche Professur für Musikwissenschaft an der Universität Bern angenommen.

- Jahr 2017 -

Berufung Prof. Dr. Inga Mai Groote

Frau Prof. Dr. Inga Mai Groote, Inhaberin des Lehrstuhls für Musikwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, hat den an sie ergangenen Ruf als ordentliche Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Zürich (Nachfolge Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen) angenommen. Der Universitätsrat hat sie zum 1. Februar 2018 ernannt.

- Jahr 2018 -

Neuerscheinung: Russische Musik in Westeuropa

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Der von Prof. Dr. Inga Mai Groote und Prof. Dr. Stefan Keym herausgegebene Sammelband mit Fallstudien zu den Transfers russischer Musik nach Westeuropa ist bei der edition text + kritik erschienen. Die Beiträge beleuchten die Hintergründe und unterschiedlichen Reaktionen in Deutschland, Frankreich, Italien und England.

 

Zürich-Prager Workshop zur Musikhistoriographie

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Im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen der UZH und der Karls-Universität Prag hat am 14. und 15. September 2018 ein gemeinsamer Workshop zu Musikhistoriographie und aktuellen Forschungen am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich stattgefunden, gemeinsam mit Kollegen aus Prag und Warschau und mit Förderung durch "Seed Money". Dadurch werden die Kontakte zwischen beiden Instituten vertieft. Ein zweiter Teil soll im Januar 2019 in Prag stattfinden. Das Programm bot zahlreiche Beiträge von Angehörigen der beiden Instituten, besonders von Nachwuchswissenschaftlern. Thematischer Schwerpunkt lag in der Definition und  Historiographie eines "Mitteleuropäischen Raumes" für die Musikgeschichte des Spätmittelalters. In einem praktischeren Block wurden Instrumente und unbekanntes Repertoire aus Böhmen vorgestellt.

Haydn-Schenkung van Hoboken

Die Bibliothek des Musikwissenschaftlichen Instituts konnte die grosszügige Schenkung eines umfangreicheren Bestandes von Spezialliteratur zu Joseph Haydn entgegennehmen. Die Bücher stammen aus dem Besitz von Anthony van Hoboken (Küsnacht), dem Sohn von Anthony van Hoboken.

Konferenz: Musik und Reformation in Zürich

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Die von ZH-REFORMATION.CH kuratierten und geförderten Veranstaltungen aus Anlass des 500-jährigen Jubiläums der Reformation in Zürich umfassten auch eine Serie von Veranstaltungen, die der Musik und der Musikgeschichte gewidmet waren. Am 25. und 26. Mai 2018 fand am MWI ein Symposium statt, das in einem chronologischen Durchgang von 1500 bis 1900 der Frage nach der Rolle der Musik im reformierten Zürich nachspürte. Die Beiträge näherten sich dem Gegenstand aus geistes- und theologiegeschichtlicher Perspektive (Prof. Dr. Inga Mai Groote, Prof. Dr. Laurenz Lütteken, Prof. Dr. Therese Bruggisser-Lanker) sowie mit Blick auf das Musikleben in Zürich (Bernhard Hangartner, Christoph Riedo). Ebenso wurden die Zürcher Musikgeschichtskultur des 19. Jahrhunderts (Dr. Louis Delpech) sowie umittelbar kirchenmusikgeschichtliche Fragestellungen behandelt (Emanuel Signer, Dr. Michael Meyer).
Am Abend des 25. Mai fand ein durch das Forum Alte Musik Zürich organisiertes Konzert mit Musik aus der Zeit Zwinglis statt, und am Nachmittag des 26. Mai
führte der Zürcher Orgelspaziergang durch die Geschichte der protestantischen Kirchenmusikpraxis zwischen 1500 und 1900. Ein ausführlicher Tagungsbericht
findet sich in der entsprechenden Rubrik auf der Website der Gesellschaft für Musikforschung.

Konferenz: The Musical Past in Late-Medieval and Early-Modern Europe

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In Utrecht fand am 28. und 29. Mai 2018 die Konferenz des internationalen HERA-Forschungsprojektes Sound Memories statt. Dort wurden Phänomene der Aneignung und Funktionalisierung einer musikalischen Vergangenheit in der Vormoderne vorgestellt und diskutiert. Neben Klosterreform, venezianischer Mehrchörigkeit oder geisterhafter Violenmusik war auch die Züricher Gruppe mit dem Thema der lutherischen Kirchenmusik des 16. Jahrhunderts vertreten. Christine Roth zeigte anhand einer Agende des David Chytraeus von 1578 die Rolle musikhistorischen Denkens für die Legitimierung der lutherischen Musikkultur auf. Prof. Dr. Inga Mai Groote diskutierte bei einem Roundtable die Relevanz musikwissenschaftlicher Forschungen zu Mittelalter und Früher Neuzeit für die heutige Kultur und Politik.

Dent Medal für Prof. Groote

Die Royal Musical Association (RMA), London, hat bekanntgegeben, dass sie die Dent Medal 2018 an Prof. Dr. Inga Mai Groote, Universität Zürich, verleiht. Die Dent Medal ist die bedeutendste musikwissenschaftliche Auszeichnung weltweit. Die seit 1961 verliehene Ehrung geht damit zum dritten Mal in ihrer Geschichte nach Zürich, nach Prof. Dr. Dr.h.c. Max Lütolf (1973) und Prof. Dr. Laurenz Lütteken (2002). Damit sind, dies ein singulärer Fall, beide derzeitigen Lehrstuhlinhaber des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich Träger dieser hohen Auszeichnung. Die Überreichung wird, wie üblich, mit einer Lecture der Geehrten verbunden sein und bei der Annual Conference der RMA 2019 stattfinden.

Klaus Ospald, A sei

Ospald

Das 2016 am Musikwissenschaftlichen Institut in Zürich uraufgeführte Werk "A sei – auf Erdhöhe" für sechs Klarinetten von Klaus Ospald ist am 22. Mai 2018 im Kulturspreicher Würzburg wieder aufgeführt worden. Wie in Zürich erklang das Werk zweimal, unterbrochen von einem Gespräch zwischen dem Komponisten und Prof. Laurenz Lütteken. Es spielte, mit einer Ausnahme, das Ensemble der Uraufführung: Andriy Bandurin, Barnbás Völgysi, Domen Marn, Moritz Roelke, Rhea Paschen und Elisa Marchetti – fast sämtlich ehemalige Stipendiaten der Stiftung Lyra, Zürich. Das Konzert wurde vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und wird am 30. August 2018 in BR Klassik gesendet.

Workshop: Popularizing Reform in Early Modern Europe

Workshop Popularizing Reform

Im King’s College (Cambridge) fand am 12. und 13. April 2018 ein gemeinsamer Workshop zur Popularisierung von Reformen und der Rolle neuer Klassen von Experten in Europa der Frühen Neuzeit. Musik-, Kunst-, Medizin- und Rechtshistoriker trafen sich zu einem regen Austausch über die disziplinären Grenzen hinweg. Der Workshop wurde von Prof. Dr. Iain Fenlon und Prof. Dr. Inga Mai Groote organisiert und vom Centre for Research in the Arts, Social Sciences and Humanities (CRASSH) der University of Cambridge unterstützt. Das Programm findet sich hier.

Neuerscheinung: Eine Geographie der Triosonate.

Der von Dr. Matteo Giuggioli und Prof. Dr. Inga Mai Groote herausgegebene Band Eine Geographie der Triosonate. Beiträge zur Gattungsgeschichte im europäischen Raum ist gerade bei Peter Lang in den Publikationen der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft erschienen. Das Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen zum Band finden sich hier.

Workshop: Christian Gerhaher und Schuberts "Schöne Müllerin"

Christian Gerhaher

Am 14. März 2018 hatte das Institut die Ehre, Kammersänger Prof. Christian Gerhaher im Rahmen eines Workshops zur Liedinterpretation am Beispiel von Franz Schuberts Zyklus "Die schöne Müllerin" als Gast willkommen zu heissen. Die zahlreichen Teilnehmer konnten von den Erfahrungen des Sängers mit diesem Zyklus hören und mit ihm ein lebendiges Gespräch über die literarischen und musikalischen Grundlagen dieses Werks führen.

Requiemvertonungen und musikalisches Totengedenken zwischen Renaissance und Barock

In Paradisum

Im Rahmen des Festivals Alte Musik Zürich fand am 10. März 2018 unter der Leitung von Dr. Michael Meyer ein Symposium zu diesem Thema am Musikwissenschaftlichen Institut statt. Dr. Antonio Chemotti sprach über Soundscapes der Totenliturgie in der frühen Neuzeit und stellte sowohl normative Texte über die Totenliturgie als auch praktische Gegebenheiten der Musikaufführung in diesem Rahmen in Italien vor. Dr. Michael Meyer brachte die Überlieferung und Gestalt der zwei Totenmessen von Johannes Ockeghem und Pierre de La Rue mit frühen Formen eines geschichtlichen Bewusstseins in Verbindung. Prof. Dr. Therese Bruggisser-Lanker ordnete die Requiemmesse von Johann Caspar Kerll und die Exequien von Heinrich Schütz in ihre konfessionellen Kontexte ein, und Louis Delpech zeigte am Requiem von André Campra barocke Formen der öffentlichen Trauer in Frankreich auf.

 

Prof. Dr. Inga Mai Groote als Gastprofessorin in Toulouse

Auf die ehrenvolle Einladung der Université Toulouse Jean Jaurès hin hält sich Prof. Dr. Inga Mai Groote im März für zwei Wochen als Gastprofessorin am dortigen Département de Musique auf.

Prof. Dr. Edwin Seroussi erhält den Israel Prize 2018

Der Staat Israel vergibt einmal im Jahr, am Vorabend des Unabhängigkeitstages, in Jerusalem seine höchste Auszeichnung, den Israel Prize. Zu den Geehrten 2018 gehört der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Edwin Seroussi, seit 2000 Direktor des Jewish Music Center an der Hebrew University of Jerusalem. Prof. Seroussi ist dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich seit vielen Jahren eng verbunden, er war auch mehrfach als Lehrbeauftragter zu Gast. Das Institut gratuliert sehr herzlich zu dieser hohen Auszeichnung.

- Jahr 2019 -

Venia Legendi für Herrn PD Dr. Michael Meyer

Wir freuen uns bekanntgeben zu dürfen, dass Herrn PD Dr. Michael Meyer am 13. Dezember 2019 auf Antrag der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich die Venia Legendi für das Fach Musikwissenschaft erteilt worden ist. Als Privatdozent ist er ab sofort berechtigt, Prüfungen abzunehmen sowie Qualifikationsarbeiten zu begleiten und zu begutachten (Bachelor- und Masterarbeit, Dissertation).
(Dezember 2019)

Werner Reinhart

Werner Reinhart

Soeben ist die Dissertation von Ulrike Thiele: Mäzen und Mentor. Werner Reinhart als Wegbereiter der musikalischen Moderne, erschienen (Kassel etc.: 2019, als Bd. 27 der Schweizer Beiträge zur Musikforschung). Die Arbeit ging aus dem langjährigen Forschungsprojekt zum Briefwechsel Werner Reinharts, dessen Ergebnisse auf der MiZ-Datenbank verfügbar sind, hervor. Es ist die erste Gesamtdarstellung des bedeutenden Mäzens.
(November 2019)

Das deutsche Kirchenlied II abgeschlossen

Musica española

Mit dem soeben erschienenen Registerband 8 (Quellen- und Literaturverzeichnis, Register, Konkordanzen) ist die monumentale Edition "Geistliche Gesänge des deutschen Mittelalters" (erschienen als Serie II der Reihe "Das deutsche Kirchenlied") endgültig abgeschlossen. Die Arbeit an den Bänden endete bereits 2017. Die Edition wurde begründet sowie geplant von Prof. Dr. Dr. h.c. Max Lütolf und fortgeführt von Prof. Dr. Laurenz Lütteken. Der Registerband wurde bearbeitet von Prof. Dr. Max Schiendorfer und Dr. Bernhard Hangartner.
(November 2019)

Musica española

Musica española

Am 17. Oktober 2019 wurde in der Universität Zürich der 40. Jahrestag der Stiftung Musica española gefeiert. Archiv und Bibliothek der Stiftung sind seit 2007 im Besitz des Musikwissenschaftlichen Instituts. Bei der Feier, bei der auch der spanische Generalkonsul Juan Carlos Gafo zugegen war, spielten der Gitarrist Pepe Romero sowie die Pianistin und Stiftungsgründerin María Luisa Cantos.
(Oktober 2019)

“Glocken, Orgel, Spelelude” in Lüneburg: Ausstellungseröffnung des Projektseminars

Klangwelten

Am 15.11.2019 wurde in Lüneburg die Ausstellung «Glocken, Orgel, Spelelude: Klangwelten in der Hansestadt» eröffnet, die von einem Projektseminar im Frühjahrsemeester 2019 unter Leitung von Prof. Groote in Zusammenarbeit mit der Ratsbücherei Lüneburg erarbeitet wurde. Die Studierenden entwickelten das Ausstellungskonzept, recherchierten zu den Beispielen und verfassten Präsentationstexte.

Mit musikalischen und historischen Quellen wird gezeigt, wo und bei welchen Gelegenheiten Musik in einer Hansestadt zwischen Mittelalter und früher Neuzeit erklang. Handschriften und Drucke illustrieren die Aufgaben eines Ratsmusikers, ‘importierte’ italienische Musik, Orgelbau oder Hochzeitsmusiken – und wie man deren Lautstärke kontrollierte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 2.11.2019 im Museum für sakrale Textilkunst im Kloster Lüne zu sehen, begleitend erschien ein gleichnamiger Katalog mit Essays von den Projektteilnehmerinnen und –teilnehmern, begleitend finden ein Orgelkonzert und ein Gregorianik-Workshop statt.
(Oktober 2019)

Prof. Groote Präsidentin der AMG

Prof. Inga Mai Groote wurde jüngst zur neuen Präsidentin der 1812 gegründeten Allgemeinen Musik-Gesellschaft Zürich gewählt. Sie löst in dieser Funktion Dr. Urs Fischer ab. Die Wahlperiode beträgt vier Jahre.
(September 2019)

Neuerscheinung: Das Jahr 1868 - Musik zwischen Realismus und Gründerzeit

Zürcher Festspielsymposien: Das Jahr 1868: Musik zwischen Realismus und Gründerzeit

Soeben ist im Verlag Bärenreiter der neue Band der Reihe 'Zürcher Festspielsymposien' (herausgegeben von Prof. Dr. Laurenz Lütteken) erschienen: Das Jahr 1868: Musik zwischen Realismus und Gründerzeit. Er enthält Beiträge von Werner Plumpe, Luca Zoppelli, Friedrich Geiger, Richard Erkens, Wolfgang Sandberger, Inga Mai Groote, Ulrich Tadday, Friederike Wißmann und Otto Biba. Die Zürcher Festspiele haben sich, nach zehn erfolgreichen Festspiel-Symposien, entschlossen, die Reihe sowie die Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Institut nicht fortzusetzen. Eine Übersicht über die Reihe wird demnächst auf der Homepage erscheinen. Dieser letzte Band ist dem Initiator der Symposien, Dr. Remé Karlen, gewidmet.
(September 2019)

 

Tonhalle-Stipendium 2019/20

Inzwischen bereits zum 17. Mal konnte das Musikwissenschaftliche Institut das Tonhalle-Stipendium vergeben. Möglich ist dies nur dank des grosszügigen, langfristigen Entgegenkommens der Tonhalle-Gesellschaft. Die Stipendiaten für die Saison 2019/20 stehen nun fest, es sind Viviane Nora Brodmann, Cédric Burri, Brigitta Ursula Grimm und Dina Sommerhalder.
(Juni 2019)

 

Exkursion nach Dortmund

Als Höhepunkt der Veranstaltung "Berufspraxis: Musiktheater in der Praxis" durften Studierende des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich das Theater Dortmund kennenlernen. Vom Lagerraum 9 Meter unter der Erde bis zur Wind- und Donner-Maschine 12 Meter über der Bühne, von der Korrepetitorin über die Regieassistenz bis zum Marketingleiter und von der ersten Leseprobe einer Auftragskomposition bis hin zur Generalprobe der deutschen Erstaufführung von Quartett (Oper von L. Francesconi) – mit Chefdramaturgin Dr. Merle Fahrholz erlebten wir in zweieinhalb Tagen die vielseitigen Facetten ihres Hauses und erhielten in intensiven Gesprächen Einblick in die spannenden Berufe an der Oper. Herzlichen Dank!
(April 2019)

 

Prof. Dr. Ernst Lichtenhahn †

Das Musikwissenschaftliche Institut trauert um Prof. Dr. Ernst Lichtenhahn

Ernst Lichtenhahn, der Familie des eidgenössischen Generalstabsoberst Ernst Ludwig Lichtenhahn entstammend, wurde am 4. Januar 1934 in Arosa geboren, als jüngerer Bruder des Schauspielers Fritz Lichtenhahn.

Er studierte ab 1956 an der Musik-Akademie Basel sowie Musikwissenschaft an der dortigen Universität bei Leo Schrade. 1966 wurde er mit einer Arbeit über Die Bedeutung des Dichterischen im Werk Robert Schumanns promoviert (Teildruck 1974). Drei Jahre später erfolgte seine Ernennung zum ausserordentlichen Professor an der Université de Neuchâtel. 1974 habilitierte er sich in Basel, wiederum mit einer Arbeit zur Romantik (sie blieb unveröffentlicht). 1982 erfolgte seine Berufung zum ausserordentlichen Professor für Musikwissenschaft an der Universität Zürich, wo er 1985 zum Ordinarius befördert wurde. Er beschäftigte sich insbesondere mit der Musik und der Musikanschauung des 18. bis 20. Jahrhunderts und entwickelte während seiner Zürcher Jahre einen Forschungsschwerpunkt zur Musikethnologie, insbesondere mit Feldforschungen zur Kultur der Tuareg und der Hausa.

Ernst Lichtenhahn war unter anderem von 1974 bis 1996 Zentralpräsident der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft und für einige Jahre Präsident der Musikkommission der Stadt Zürich. Nach seiner Emeritierung 1999 blieb er der Universität noch für einige Zeit durch die Arbeit in dem von ihm aufgebauten musikethnologischen Archiv (heute Teil des Völkerkundemuseums) verbunden.

Nach schwerer Krankheit ist Ernst Lichtenhahn am 29. April 2019, in seinem 86. Altersjahr, in Basel verstorben.
(April 2019)

 

Antrittsvorlesung Prof. Groote

Strauss

Am 18. März hielt Prof. Dr. Inga Mai Groote ihre Antrittsvorlesung, mit dem Titel "le suprême mystère des sciences de l’homme"? - Musikwissenschaftliche Perspektiven auf den Acoustic Turn". Die Vorlesung fand in der Aula der Universität statt und wurde vom Dekan eingeleitet. (März 2019)

 

Neuerscheinung: Strauss

Strauss

Soeben ist bei Oxford University Press, New York, herausgekommen von Prof. Dr. Laurenz Lütteken: Strauss. Die Monographie ist erschienen in
der Reihe "The Master Musicians". Es handelt sich um die leicht erweiterte und aktualisierte englische Übersetzung von "Richard Strauss. Musik der Moderne" (Ditzingen: Reclam 2014). Die Übersetzung wurde gefördert von der UBS Kulturstiftung. (März 2019)

 

Neuerscheinung: Das deutsche Kirchenlied

Soeben sind die Bände 4 (Gesänge N-Z und Nachträge) und 7 (Kritische Berichte zu Bd. 3-5) der Edition "Das deutsche Kirchenlied" (begründet von Prof. Dr. Dr. h.c. Max Lütolf, fortgeführt von Prof. Dr. Laurenz Lütteken) im Verlag Bärenreiter erschienen. Damit ist die umfangreiche, von Max Lütolf verantwortete und entscheidend durchgeführte Edition abgeschlossen, der noch ausstehende Registerband (als letzter Teil) befindet sich im Druck. (Februar 2019)

Neuerscheinung: Music of the Renaissance

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Soeben ist bei University of California Press in Oakland erschienen von Prof. Dr. Laurenz Lütteken: Music of the Renaissance. Imagination and Reality of a Cultural Practice. Es handelt sich um die englische Übersetzung der deutschen Ausgabe, mit einem Vorwort von Christopher Reynolds. Das Buch wurde 2017 ausgezeichnet mit dem Preis "Geisteswissenschaften International" des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, durch den die Übersetzung gefördert wurde. (Februar 2019)

Neuerscheinung: Hindemith-Vorlesung 2017

Die Hindemith-Vorlesung 2017, die Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Lepenies (Berlin) gehalten hat, ist nun im Druck erschienen, als 203. Neujahrsblatt der Allgemeinen Musikgesellschaft Zürich. Der Autor widmet sich der in der Forschung bisher fast vollständig vernachlässigten Beziehung zwischen Romain Rolland und Richard Strauss. Der Text wurde am 2. Januar 2019 in der Zentralbibliothek ausgegeben und ist ab jetzt über den Buchhandel oder bei Amadeus Verlag erhältlich. (Januar 2019)

Exkursion nach Lübeck

Im Rahmen des Seminars "Musikkultur der Hansestädte" begaben sich Studierende des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich auf Exkursion nach Lübeck und Lüneburg. In drei Institutionen – in der Stadtbibliothek Lübeck, im Stadtarchiv Lübeck und in der Ratsbibliothek Lüneburg – setzten wir uns mit diversen Quellen auseinander, sowohl zur Geschichte der Hanse i.A. (etwa einem Abkommen über gegenseitige militärische Hilfe von einem Dutzend Hansestädten oder einem Hanse-Recess) als auch mit musikalischen Quellen vom 14. bis zum 18. Jh. Zu den spektakulärsten Quellen zählten teilautographe Sammelbände mit Kantaten von Buxtehude sowie Weckmann (erstere in Tabulatur-, letztere in moderner Notation), eine Sammelhandschrift mit Orgelwerken von Weckmann, die Partitur einer fünfteiligen Abendmusik von Johann Wilhelm Cornelius von Königslöw (Der geborene Weltheiland, 1788) oder das aufwändig illuminierte und in seiner monumentalen Pracht überwältigende Wevelkoven-Missale. Eine architektonische Stadtführung, eine Orgelführung in St. Jakobi und ein Besuch des Hansemuseums rundeten die Exkursion ab. (Januar 2019)

- Jahr 2020 -

Neuerscheinung: Ouvertures à la française

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Soeben ist im Verlag Brepols (Turnhout) in der Reihe Epitome Musical die Dissertation von Louis Delpech erschienen: Ouvertures à la française. Migrations musicales dans l’espace germanique, 1660–1730.  Mit Fallstudien aus Celle, Berlin, Dresden, Hannover u. a. untersucht der Band die Migration von Musikern und die Verbreitung von Musik aus Frankreich im deutschsprachigem Raum, und thematisiert die deutsche Erfindung des französischen Stils um 1700.
(Oktober 2020).

 

Tonhalle-Stipendium 2020/21

Zum 18. Mal kann das Musikwissenschaftliche Institut das Tonhalle-Stipendium vergeben. Möglich ist dies nur dank des grosszügigen, langfristigen Entgegenkommens der Tonhalle-Gesellschaft Zürich. Ein Stipendium für die Saison 2020/21 erhalten Annina Cincera, Alissa Davidson, Lea Fussenegger und Flurin Monn.
(September 2020)

MARS V

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Soeben ist im Verlag Merseburger (Kassel) der neueste Band der Reihe "Musica e Aristocrazia a Roma nel Sei- e Settecento" (MARS) erschienen: Esma Cerkovnik: "... et nos immutabimur". Music and Conversion in the First Half of the 17th Century. - Die Reihe wird an den Musikwissenschaftlichen Instituten in Mainz (Prof. Dr. Klaus Pietschmann) und Zürich (Prof. Dr. Laurenz Lütteken) herausgegeben und umfasst bisher fünf Bände.
(August 2020)

Gründung des Paul-Hindemith-Archivs: Pressespiegel

Vor kurzem sind zwei Beiträge zur Gründung des Paul-Hindemith-Archivs am Musikwissenschaftlichen Institut erschienen. Von der "metaphorischen Rückkehr des Komponisten in sein Institut" und Hindemiths Privatbibliothek berichtete Franziska Reich in der letzten Ausgabe der Tonkunst (digitale Version hier (PDF, 284 KB)), während Esma Cerkovnik in der Schweizer Musikzeitung noch einmal den Weg "von Blonay nach Zürich" nachzeichnete (digitale Version hier (PDF, 285 KB)).
(August 2020)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig Finscher †

Am 30. Juni 2020 verstarb in Wolfenbüttel Professor Ludwig Finscher im Alter von 90 Jahren. Ludwig Finscher war dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich seit vielen Jahren eng verbunden, auch durch die Verleihung des Ehrendoktors der Philosophischen Fakultät 2003. Er hat hier oftmals Vorträge gehalten, unvergessen sind die Vorstellung seines Haydn-Buches 2002 und seine Keynote Lecture anlässlich des IMS-Kongresses 2007. Das Projekt zur Triosonate, finanziert durch die Fondazione Balzan (er war 2006 Träger des Premio Balzan), wurde am Musikwissenschaftlichen Institut durchgeführt. Ludwig Finscher, weltweit vielfältig geehrt, hat besondere Bedeutung erlangt durch die Herausgabe der 28bändigen Neuausgabe der Enzyklopädie "Die Musik in Geschichte und Gegenwart".
Das Institut trauert um einen herausragenden Gelehrten und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
(Juni 2020)

Beate Schnitter

Die renommierte Architektin Beate Schnitter, u.a. Mitbegründerin der Zürcher Arbeitsgemeinschaft für Städtebau, ist dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich eng verbunden, da sie in den 1990er Jahren die Sanierung des historischen Gebäudes und den spektakulären Anbau von Bibliothek und Seminarraum realisiert hat. Ein bedeutendes Werk von ihr, die Villa Gelpke-Engelhorn (1972-1974), wurde nun durch den Entscheid des Baurekursgerichts des Kantons Zürich im Mai 2020 wieder unter Schutz gestellt. Das Institut gratuliert zur neuen Wertschätzung der Arbeit "seiner" Architektin.
(Mai 2020)

NZZ: Musik in der Krise

Kann die herrschende Stille in der Corona-Krise uns an die Macht der Musik erinnern? Am 15.4.2020 erschien in der NZZ der Beitrag "Nach der Krise werden wir anders hören" von Prof. Lütteken.
Eine digitale Version finden Sie hier (PDF, 203 KB).
(April 2020)

Wagner-Symposium 2017

Finscher

Soeben ist Verlag Königshausen und Neumann der Band: Kunst und Leben? Wagers "Tristan und Isolde" zwischen Biografie und Drama, erschienen, herausgegeben von Laurenz Lütteken und Melanie Wald-Fuhrmann. Der Band enthält die Referate, die 2017 in Zürich im Museum Rietberg (Villa Wesendonck) anlässlich einer Tagung, die zum 70. Geburtstag von Karol Berger stattfand, gehalten worden sind.
(März 2020)

Ludwig Finscher zum 90. Geburtstag

Finscher

Am 14. März feiert Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig Finscher, einer der bedeutendsten Musikforscher der Gegenwart, in Wolfenbüttel seinen 90. Geburtstag. Prof. Finscher, Ehrendoktor der Universität Zürich, ist dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität seit vielen Jahren engstens verbunden. 2016 konnte in Heidelberg der Catalogue raisonné zur Triosonate der Öffentlichkeit vorgestellt werden, Ergebnis eines Projekts, das unter seiner Leitung in Zürich durchgeführt wurde. Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Zürich gratuliert dem Jubilar herzlich.
(März 2020)

PD Dr. Michael Meyer wechselt zu Orgelbau Kuhn

Herr Priv.-Doz. Dr. Michael Meyer, Oberassistent am Musikwissenschaftlichen Institut, hat zum 1. März 2020 seine Bestellung zum designierten Direktor der Orgelbau Kuhn AG angenommen und wird zu Beginn des Frühjahrssemesters 2020 das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Zürich verlassen. Er wird dem Institut jedoch inskünftig durch seine Venia legendi verbunden bleiben, zudem bleiben seine Prüfungsberechtigungen an der Universität Zürich erhalten.
(Februar 2020)

Dr. Esma Cerkovnik

Frau Dr. Esma Cerkovnik wird zum 1. März 2020 ihre Arbeit als Assistentin am Musikwissenschaftlichen Institut (Lehrstuhl Prof. Lütteken) aufnehmen.
(Februar 2020)