News 2011 - 2015
Artikel des Jahres 2011 - 2015 aus News
- Jahr 2011 -
Prof. Dr. László Dobszay †
Am 25. August 2011 verstarb in Budapest im Alter von 77 Jahren Prof. Dr. László Dobszay, einer der der bedeutendsten Choralforscher der Gegenwart. László Dobszay hatte langjährige Verbindungen zum Musikwissenschaftlichen Insitut der Universität Zürich, insbesondere durch seine Mitgliedschaft im Programmausschuss des 18. Kongresses der International Musicological Society, der 2007 in Zürich stattfand. Das Musikwissenschaftliche Institut wird die Zusammenarbeit mit ihm in dankbarer Erinnerung behalten.
Internationales Symposion: "Europäische Filmmusik-Traditionen bis 1945"
Vom 7. bis 9. April 2011 findet in Bern eine Tagung zur europäischen Filmmusik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts statt. Die Tagung wird veranstaltet vom Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich, dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern, der Hochschule der Künste Bern und der Kinemathek "Lichtspiel".
Kontakt: ivana.rentsch@access.uzh.ch
Programm und weitere Informationen:
Flyer
Gastvorträge im HS 11
Gastvorträge im FS 11
- Jahr 2012 -
Projekt "Die Triosonate" beendet
Im Herbst 2012 endete die Förderung des Projektes "Die Triosonate. Catalogue raisonné der gedruckten Quellen" durch die Fondazione Balzan. Das Projekt konnte plangemäss abgeschlossen werden, die Ergebnisse werden als gedruckter Katalog im Henle-Verlag, München, als Teil des RISM erscheinen. Herr Dr. Nicola Schneider, Bern, betreut das Projekt ehrenamtlich bis zum Erscheinen des Katalogs.
Wagner und das Musiktheater zwischen Nationalismus und Globalisierung. WagnerWorldWide2013: Europe
Das internationale Symposion findet im Rahmen des Projektes "WagnerWoldWide2013" der Universität Bayreuth (Forschungsinstitut für Musiktheater) vom 6. bis 10. November 2012 in der Universitätsbibliothek Bern statt. Die Tagung wird vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern in Kooperation mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich und dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel veranstaltet.
Ohne Voranmeldung, Eintritt frei
Kontakt: ivana.rentsch@uzh.ch
Schubert : Interpretationen. Tagung für Hans-Joachim Hinrichsen
Vom 12. bis 14. Oktober 2012 findet an der Universität Zürich eine Tagung zu Franz Schubert statt (Hauptgebäude KO2, Raum F-152). Die Hans-Joachim Hinrichsen zum 60. Geburtstag gewidmete Tagung wird vom Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich (in Kooperation mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Mainz) veranstaltet.
Ohne Voranmeldung, Eintritt frei
Kontakt: ivana.rentsch@uzh.ch
Gastvorträge im HS 12
Gastvorträge im FS 12
- Jahr 2013 -
Venia Legendi für Frau PD Dr. Inga Mai Groote
Wir freuen uns bekanntgeben zu dürfen, dass Frau PD Dr. Inga Mai Groote am 15. Mai 2013 von der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich die Venia Legendi erteilt worden ist.
Als Privatdozentin ist sie ab sofort berechtigt, Prüfungen abzunehmen, Qualifikationsarbeiten zu begleiten und zu begutachten (Lizenziat, Dissertation, Masterarbeit).
Berufung Priv.-Doz. Dr. Ivana Rentsch
Frau Priv.-Doz. Dr. Ivana Rentsch hat zum 1. März 2013 einen Ruf an die Universität Hamburg angenommen und das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Zürich zum Frühjahrssemester 2013 verlassen.
- Jahr 2014 -
Christopher Hogwood †
Am 24. September 2014 verstarb in Cambridge Prof Dr. h.c. Christopher Hogwood im Alter von 73 Jahren. Christopher Hogwood war einer der bedeutendsten Cembalisten unserer Zeit, zudem als Dirigent und langjähriger Leiter der Academy of Ancient Music einer der gefeierten Pioniere der historisch informierten Aufführungspraxis, wovon zahlreiche preisgekrönte CD-Produktionen zeugen. Hogwood hat stets das musikalische mit dem wissenschaftlichen Interesse verbunden, was sich in etlichen Büchern und beispielhaften Editionen spiegelt. Seit vielen Jahren bestand ein enger Kontakt zum Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich. Hogwood gehörte dem Patronatskomitee des 18. IMS-Kongresses in Zürich an und wurde 2007 von der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich zum Ehrendoktor promoviert. Das Musikwissenschaftliche Institut hat die Nachricht vom Tod Christopher Hogwoods mit Bestürzung zur Kenntnis genommen und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Berufung Priv.-Doz Dr. Inga Mai Groote
Frau Priv.-Doz. Dr. Inga Mai Groote hat zum 1. September 2014 einen Ruf an die Universität Fribourg angenommen und wird das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Zürich zum Herbstsemester 2014 verlassen. Sie wird ihre angekündigten Lehrveranstaltungen jedoch durchführen.
Andres Briner †
Am 1. Juni verstarb in Zürich, einen Tag nach seinem 91. Geburtstag, Dr. Dr. h.c. Andres Briner. Seit seinem Zürcher Studium von 1943 bis 1952 war er vom Werk Paul Hindemiths auf besondere Weise fasziniert. Von 1955 bis 1964 lehrte er an der University of Pennsylvania, von 1964 bis 1988 war er Redaktor und Musikkritiker der Neuen Zürcher Zeitung. Sein Hauptaugenmerk galt der Musik seines, des 20. Jahrhunderts. Neben seinen journalistischen Arbeiten publizierte er eine Reihe von wichtigen musikwissenschaftlichen Aufsätzen und Büchern, insbesondere zu Hindemith. Im Jahre 2006 wurde er von der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich zum Ehrendoktor promoviert. Andres Briner war dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich über viele Jahrzehnte eng verbunden. Das Institut gedenkt seiner in Dankbarkeit und wird sein Wirken in steter Erinnerung behalten.
Prof. Peter Gülke erhält Siemens-Musikpreis
Die Ernst von Siemens Musikstiftung, Zug, verleiht den Ernst von Siemens Musikpreis 2014 an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Gülke. Die Preisverleihung findet im Mai 2014 in München statt. Prof. Gülke ist dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich, wo 2004 auch die Feierlichkeiten zu seinem 70. Geburtstag stattgefunden haben, engstens verbunden. Er war für einige Jahre als Gastdozent am Institut tätig und hat mehrfach Vorträge hier gehalten, zuletzt die Hindemith-Vorlesung 2011. Das Institut gratuliert sehr herzlich zu dieser hohen und verdienten Auszeichnung.
Tagung Russische Musik in Westeuropa 23.-25.5.2014
Vom 23. bis 25. Mai 2014 findet in Zürich die internationale Tagung „Russische Musik in Westeuropa 1867-1917: Ideen - Funktionen - Transfers“ statt, die in Kooperation zwischen dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich und dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig veranstaltet wird.
Kontakt:
groote@mwi.uzh.ch
keym@rz.uni-leipzig.de
- Jahr 2015 -
Prof. Dr. Dr. h.c. Max Lütolf †
Das Musikwissenschaftliche Institut trauert um Prof. Dr. Dr. h.c. Max Lütolf.
Max Lütolf wurde am 1. Dezember 1934 in Altishofen geboren. Er studierte in Fribourg und Basel, wo Leo Schrade sein prägender akademischer Lehrer gewesen ist. Im Jahre 1967 wurde er mit einer Studie zu den mehrstimmigen Ordinariumsvertonungen des 12. und 13. Jahrhunderts promoviert, diese Arbeit gilt nach wie vor als Standardwerk. Nach der Assistentenzeit bei Schrade wechselte er 1967 an die Universität Zürich, wo er sich 1976 mit einer Untersuchung zur mehrstimmigen Passionsvertonung in Italien habilitiert hat. 1977 wurde er als ausserordentlicher Professor an die Universität Zürich berufen, wo er ab 1988 als Ordinarius gelehrt und geforscht hat.
Seine breit ausgreifenden wissenschaftlichen Interessen galten der liturgischen Musik im weitesten Sinne, mit einem besonderen Schwerpunkt im Mittelalter. Immer wieder hat er sich dabei mit grossräumigen Editionsvorhaben befasst. So erstellte er das Register zur monumentalen Sammlung der Analecta hymnica, er edierte etliche mittelalterliche Handschriften, unter denen die bis heute Referenzcharakter besitzende Ausgabe des Graduale von S. Cecilia in Trastevere herausragt. Immer wieder hat er sich editorisch auch mit der Musik des römischen Barock befasst, so in seiner Ausgabe der opera I und III von Arcangelo Corelli. Das bedeutendste Vorhaben war und ist aber zweifellos seine monumentale, achtbändige Edition der Geistlichen Gesänge des deutschen Mittelalters, die kurz vor dem Abschluss steht und deren Vollendung er nun nicht mehr erleben kann. Er war für lange Jahre verantwortlicher Herausgeber der Werke Othmars Schoecks, zudem Koordinator des schweizerischen Orgelinventars.
Max Lütolf war nicht nur ein geschätzter Lehrer, er hatte zahlreiche wissenschaftliche Funktionen inne. Unter anderem war er für viele Jahre stellvertretender Vorsitzender des Instituts hymnologische und musikethnologische Studien in Köln. Für sein herausragendes Wirken wurde er mehrfach mit bedeutenden Ehrungen bedacht, so erhielt er 1973 die Dent Medal der Royal Musical Association, eine der renommiertesten Auszeichnungen im Fach Musikwissenschaft weltweit. Das päpstliche Institut für Kirchenmusik in Rom zeichnete Lütolf, der auch ordentliches Mitglied der Academia Europaea gewesen ist, 1986 mit der Ehrendoktorwürde aus.
Für Max Lütolf, den bekennenden Katholiken, schlossen sich ratio und affectus, Verstand und Musik, Wissenschaft und Spiritualität nicht aus. Dieser Haltung verdankte sich seine persönliche, von allen Kollegen und Mitarbeitern stets geschätzte Integrität. Max Lütolf ist nach langer, schwerer Krankheit am 23. 11. 2015, wenige Tage vor seinem 81. Geburtstag, in Uster verstorben. Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Zürich wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Prof. Ludwig Finscher 85
Am 14. März feiert Prof. Dr. Dr.h.c. mult. Ludwig Finscher in seiner Wahlheimat Wolfenbüttel seinen 85. Geburtstag. Ludwig Finscher ist dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich seit vielen Jahren eng verbunden, er hielt zahlreiche Vorträge und Kolloquien hier. In nachdrücklicher Erinnerung ist sein Hauptvortrag anlässlich der IMS-Tagung 2007. Gemeinsam mit dem Institut verwirklichte er das Projekt "Die Triosonate - Catalogue raisonné der gedruckten Quellen", das er aus Mitteln des ihm 2006 zuerkannten Premio Balzan finanziert hat (die beiden Katalogbände befinden sich im Druck). Zudem wurde Ludwig Finscher mit der Ehrendoktorwürde der Universität Zürich ausgezeichnet. Das Institut gratuliert dem Jubilar sehr herzlich.
Ernennung Prof. Dr. Therese Bruggisser-Lanker
Prof. Dr. Therese Bruggisser-Lanker, Privatdozentin am Musikwissenschaftlichen Institut, ist vom Rektor der Universität Zürich zur Titularprofessorin ernannt worden.
Berufung Prof. Dr. Inga Mai Groote
Prof. Dr. Inga Mai Groote, Universität Fribourg, Lehrbeauftragte am Musikwissenschaftlichen Institut, hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg erhalten.
Tonhalle-Stipendien 2015/16
Für die Saison 2015/16 vergibt die Tonhalle-Gesellschaft abermals Stipendien an Studierende der Musikwissenschaft in Form von Gratis-Abonnements. Bewerbungen mit kurzem Lebenslauf bitte bis zum 1. Juni 2015 im Sekretariat abgeben.
Tagung: Eine Geographie der Triosonate: Neue Perspektiven, 21./22.5.2015 Fribourg
Am 21. und 22.5.2015 findet in Fribourg die Tagung "Eine Geographie der Triosonate: Neue Perspektiven" statt.