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Workshop: Popularizin Reform in Early Modern Europe

Workshop Popularizing Reform

Im King’s College (Cambridge) fand am 12. und 13. April 2018 ein gemeinsamer Workshop zur Popularisierung von Reformen und der Rolle neuer Klassen von Experten in Europa der Frühen Neuzeit. Musik-, Kunst-, Medizin- und Rechtshistoriker trafen sich zu einem regen Austausch über die disziplinären Grenzen hinweg. Der Workshop wurde von Prof. Dr. Iain Fenlon und Prof. Dr. Inga Mai Groote organisiert und vom Centre for Research in the Arts, Social Sciences and Humanities (CRASSH) der University of Cambridge unterstützt. Das Programm findet sich hier.

Neuerscheinung: Eine Geographie der Triosonate.

Der von Dr. Matteo Giuggioli und Prof. Dr. Inga Mai Groote herausgegebene Band Eine Geographie der Triosonate. Beiträge zur Gattungsgeschichte im europäischen Raum ist gerade bei Peter Lang in den Publikationen der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft erschienen. Das Inhaltsverzeichnis und weitere Informationen zum Band finden sich hier.

Workshop: Christian Gerhaher und Schuberts "Schöne Müllerin"

Christian Gerhaher

Am 14. März 2018 hatte das Institut die Ehre, Kammersänger Prof. Christian Gerhaher im Rahmen eines Workshops zur Liedinterpretation am Beispiel von Franz Schuberts Zyklus "Die schöne Müllerin" als Gast willkommen zu heissen. Die zahlreichen Teilnehmer konnten von den Erfahrungen des Sängers mit diesem Zyklus hören und mit ihm ein lebendiges Gespräch über die literarischen und musikalischen Grundlagen dieses Werks führen.

Requiemvertonungen und musikalisches Totengedenken zwischen Renaissance und Barock

In Paradisum

Im Rahmen des Festivals Alte Musik Zürich fand am 10. März 2018 unter der Leitung von Dr. Michael Meyer ein Symposium zu diesem Thema am Musikwissenschaftlichen Institut statt. Dr. Antonio Chemotti sprach über Soundscapes der Totenliturgie in der frühen Neuzeit und stellte sowohl normative Texte über die Totenliturgie als auch praktische Gegebenheiten der Musikaufführung in diesem Rahmen in Italien vor. Dr. Michael Meyer brachte die Überlieferung und Gestalt der zwei Totenmessen von Johannes Ockeghem und Pierre de La Rue mit frühen Formen eines geschichtlichen Bewusstseins in Verbindung. Prof. Dr. Therese Bruggisser-Lanker ordnete die Requiemmesse von Johann Caspar Kerll und die Exequien von Heinrich Schütz in ihre konfessionellen Kontexte ein, und Louis Delpech zeigte am Requiem von André Campra barocke Formen der öffentlichen Trauer in Frankreich auf.

 

Prof. Dr. Inga Mai Groote als Gastprofessorin in Toulouse

Auf die ehrenvolle Einladung der Université Toulouse Jean Jaurès hin hält sich Prof. Dr. Inga Mai Groote im März für zwei Wochen als Gastprofessorin am dortigen Département de Musique auf.

Prof. Dr. Edwin Seroussi erhält den Israel Prize 2018

Der Staat Israel vergibt einmal im Jahr, am Vorabend des Unabhängigkeitstages, in Jerusalem seine höchste Auszeichnung, den Israel Prize. Zu den Geehrten 2018 gehört der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Edwin Seroussi, seit 2000 Direktor des Jewish Music Center an der Hebrew University of Jerusalem. Prof. Seroussi ist dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich seit vielen Jahren eng verbunden, er war auch mehrfach als Lehrbeauftragter zu Gast. Das Institut gratuliert sehr herzlich zu dieser hohen Auszeichnung.

Berufung Prof. Dr. Inga Mai Groote

Frau Prof. Dr. Inga Mai Groote, Inhaberin des Lehrstuhls für Musikwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, hat den an sie ergangenen Ruf als ordentliche Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Zürich (Nachfolge Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen) angenommen. Der Universitätsrat hat sie zum 1. Februar 2018 ernannt.

Die Triosonate - Catalogue Raisonné der gedruckten Quellen veröffentlicht

Am 18. November 2016 konnte im Rahmen einer Feierstunde im Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg der zweibändige Katalog 'Die Triosonate - Catalogue Raisonné der gedruckten Quellen' (München: Henle 2016) der Öffentlichkeit übergeben werden. Es ist das Ergebnis des langjährigen Forschungsprojekts, das Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ludwig Finscher (Ehrendoktor der Universität Zürich) mit Mitteln der Fondazione Balzan (Premio Balzan 2006) am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich durchgeführt hat. Mit der Übergabe war auch die Freischaltung der Datenbank verbunden. Prof. Finscher war bei der Feierstunde anwesend.

MGG Online freigeschaltet

Am 3. November 2016 konnte im Rahmen einer Feierstunde während des Kongresses der American Musicological Society (AMS) in Vancouver MGG Online freigeschaltet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. MGG Online ist die digitale Version der Enzyklopädie 'Die Musik in Geschichte und Gegenwart'. Bei der Feierstunde haben die Präsidentin der AMS, Prof. Ellen T. Harris, der Verleger des Bärenreiter-Verlags, Clemens Scheuch, der Verlagsleiter Dr. Wendelin Göbel sowie die editor in chief von RILM, Dr. Barbara Dobbs Mackenzie, Grußworte gesprochen. Generalherausgeber von MGG Online ist Prof. Dr. Laurenz Lütteken.

Berufung Prof. Dr. Cristina Urchueguía

Prof. Dr. Cristina Urchueguía, Privatdozentin am Musikwissenschaftlichen Institut, hat einen Ruf auf eine ausserordentliche Professur für Musikwissenschaft an der Universität Bern angenommen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Max Lütolf †

Das Musikwissenschaftliche Institut trauert um Prof. Dr. Dr. h.c. Max Lütolf.

Max Lütolf wurde am 1. Dezember 1934 in Altishofen geboren. Er studierte in Fribourg und Basel, wo Leo Schrade sein prägender akademischer Lehrer gewesen ist. Im Jahre 1967 wurde er mit einer Studie zu den mehrstimmigen Ordinariumsvertonungen des 12. und 13. Jahrhunderts promoviert, diese Arbeit gilt nach wie vor als Standardwerk. Nach der Assistentenzeit bei Schrade wechselte er 1967 an die Universität Zürich, wo er sich 1976 mit einer Untersuchung zur mehrstimmigen Passionsvertonung in Italien habilitiert hat. 1977 wurde er als ausserordentlicher Professor an die Universität Zürich berufen, wo er ab 1988 als Ordinarius gelehrt und geforscht hat.

Seine breit ausgreifenden wissenschaftlichen Interessen galten der liturgischen Musik im weitesten Sinne, mit einem besonderen Schwerpunkt im Mittelalter. Immer wieder hat er sich dabei mit grossräumigen Editionsvorhaben befasst. So erstellte er das Register zur monumentalen Sammlung der Analecta hymnica, er edierte etliche mittelalterliche Handschriften, unter denen die bis heute Referenzcharakter besitzende Ausgabe des Graduale von S. Cecilia in Trastevere herausragt. Immer wieder hat er sich editorisch auch mit der Musik des römischen Barock befasst, so in seiner Ausgabe der opera I und III von Arcangelo Corelli. Das bedeutendste Vorhaben war und ist aber zweifellos seine monumentale, achtbändige Edition der Geistlichen Gesänge des deutschen Mittelalters, die kurz vor dem Abschluss steht und deren Vollendung er nun nicht mehr erleben kann. Er war für lange Jahre verantwortlicher Herausgeber der Werke Othmars Schoecks, zudem Koordinator des schweizerischen Orgelinventars.

Max Lütolf war nicht nur ein geschätzter Lehrer, er hatte zahlreiche wissenschaftliche Funktionen inne. Unter anderem war er für viele Jahre stellvertretender Vorsitzender des Instituts hymnologische und musikethnologische Studien in Köln. Für sein herausragendes Wirken wurde er mehrfach mit bedeutenden Ehrungen bedacht, so erhielt er 1973 die Dent Medal der Royal Musical Association, eine der renommiertesten Auszeichnungen im Fach Musikwissenschaft weltweit. Das päpstliche Institut für Kirchenmusik in Rom zeichnete Lütolf, der auch ordentliches Mitglied der Academia Europaea gewesen ist, 1986 mit der Ehrendoktorwürde aus.

Für Max Lütolf, den bekennenden Katholiken, schlossen sich ratio und affectus, Verstand und Musik, Wissenschaft und Spiritualität nicht aus. Dieser Haltung verdankte sich seine persönliche, von allen Kollegen und Mitarbeitern stets geschätzte Integrität. Max Lütolf ist nach langer, schwerer Krankheit am 23. 11. 2015, wenige Tage vor seinem 81. Geburtstag, in Uster verstorben. Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Zürich wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Prof. Ludwig Finscher 85

Am 14. März feiert Prof. Dr. Dr.h.c. mult. Ludwig Finscher in seiner Wahlheimat Wolfenbüttel seinen 85. Geburtstag. Ludwig Finscher ist dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich seit vielen Jahren eng verbunden, er hielt zahlreiche Vorträge und Kolloquien hier. In nachdrücklicher Erinnerung ist sein Hauptvortrag anlässlich der IMS-Tagung 2007. Gemeinsam mit dem Institut verwirklichte er das Projekt "Die Triosonate - Catalogue raisonné der gedruckten Quellen", das er aus Mitteln des ihm 2006 zuerkannten Premio Balzan finanziert hat (die beiden Katalogbände befinden sich im Druck). Zudem wurde Ludwig Finscher mit der Ehrendoktorwürde der Universität Zürich ausgezeichnet. Das Institut gratuliert dem Jubilar sehr herzlich.