Dr. Bernhard Hangartner

Forschungsstellenleiter / Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dr. Bernhard Hangartner
Musikwissenschaftliches Institut
Florhofgasse 11
CH - 8001 Zürich
Tel +41 (0)44 634 4774

Lebenslauf

Geboren 1956 in Brunnen (SZ). Abschluss der Gymnasialzeit an der Stiftsschule Einsiedeln mit der Matura Typus A (Latein/Griechisch). Studierte Musikwissenschaft, Allgemeine Geschichte und Schweizer Geschichte an der Universität Zürich und schloss mit dem Lizentiat und der Arbeit über "Johann Christian Bachs geistliche Werke für Solostimme und Orchester“ im Sommer 1987 ab. Parallel dazu Klavierstudium bei Klaus Wolters am Zürcher Konservatorium. Klavierdiplom 1981. Ab Oktober 1982 erfolgte eine 50%-Anstellung als Assistent am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich. Dann folgen seit 1988 Lehraufträge für Notationskunde und Musikgeschichte bis um 1700 an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik in Luzern (neu: Musikhochschule Luzern, Fakultät II), seit Sommersemester 1989 an der Universität Zürich Proseminare im Bereich des Gregorianischen Chorals und seiner Ausführung. 1993 Promotion mit der Untersuchung "Missalia Einsidlensia. Studien zu drei neumierten Handschriften des 11./12. Jahrhunderts" und gleichzeitig Beförderung zum wissenschaftlichen Mitarbeiter. Erweiterung des Lehrangebots seit 1993 mit dem Proseminar "Mensural- und Tabulatur-Notationen des 15. und 16. Jahrhunderts".
1993–99 Unterricht beim Gesangspädagogen Hermann Fischer. 1983–1995 Leitung des Kirchenchors Umiken (AG), seit 1996 Leitung des kath. Kirchenchors Kaisten (AG). 1994 Gründung des Ensembles "Voces musicales". Seit Oktober 2000 Leiter des regionalen "Klosterchors Wettingen". Seit Sommer 2002 Cantor der "Schola Cantorum Vocetia". Unterrichtet seit dem Wintersemester 2006/07 Gregorianik im Kirchenmusik-Lehrgang der Musikhochschulen Luzern und Zürich.

Projekterfahrung: Mitherausgeber von Festschriften, Redaktion von Noteneditionen, u.a. mit Orchesterwerken und in einer Reihe italiensicher Triosonaten, Mitarbeit bei der Erstellung verschiedener Werkverzeichnisse, Veranstaltung (künstlerische und technische Leitung) verschiedener Musikprojekte mit Chor und Orchester.

Verbandsmitgliedschaften und Funktionen: Seit 1985 im Vorstand der Schweiz. Musikforschenden Gesellschaft, OG Zürich: 1986–1994 Aktuar; seit 1995 Vizepräsident; seit 1987 International Musicological Society; seit 1990 Gesellschaft der Orgelfreunde; seit 1990 Aargauischer Reformierter Kirchenmusikerverband; seit 1995 Kreiscäcilienverband Fricktal: 1999–2001 Kreiscäciliendirigent; seit 1996 Aargauischer Verband für KatholischeKirchenmusik; seit 1997 Consociatio Internationalis Musicae Sacrae.

Forschungsprojekte

Publikationen

Beispielsammlung zur Musikgeschichte vom Mittelalter bis um 1600, in Zusammenarbeit mit Arthur Godel hrsg. von Bernhard Hangartner, Kommentar- und Notenteil, Zürich 1987 (2 Auflagen); Zürich 1994 (3. revidierte und erweiterte Auflage, 153 S.)

Musica Instrumentalis. Instrumentalmusik für Kammer und Kirche, in Verbindung mit Bernhard Billeter und Bernhard Hangartner hrsg. von Max Lütolf, Zürich 1988 ff.

  • Heft 1: Giovanni Battista Vitali, Balletti, Correnti, Capricci aus Opus 8 für 2 Violinen und B.c. vorgelegt von Agni Rassidakis, Zürich 1988
  • Heft 2: Andrea Grossi, Balletti, Correnti, Sarabande, Gighe op. 2 für 2 Violinen und B.c. vorgelegt von Canisius Braun und Stephan Thomas, Zürich 1990
  • Heft 3-5: Giovanni Battista Bassani, Sinfonie op. 5, Sonate 1-12 für 2 Violinen und B.c. vorgelegt von Josef Schinkowitsch, Zürich 1994
  • Heft 6: Domenico Gabrielli, Balletti, Gighe, Correnti, Allemande, Sarabande op. 1 für 1 oder 2 Violinen und B.c. vorgelegt von Jörg Müller, Zürich 2000

Bach, Johann Christian, Solo Motets. Six Sacred Works from Eighteenth-Century Manuscript Sources, hrsg. von Bernhard Hangartner (= The Collected Works of Johann Christian Bach, Vol. 18), New York und London 1989, 265 S.

P. Reinhard Peter OFMCap, Verzeichnis der musikalischen Werke, in Verbindung mit Bernhard Hangartner redigiert und herausgegeben von Max Lütolf, Stans 1992, 79 S.

Schweizer Lexikon, Luzern 1991-93, Bd. 1: Artikel "Albicastro, Henricus", 101, "Alder, Cosmas", 104, "Billeter, (Otto) Bernhard", 578; Bd. 2: "Dähler, Jörg Ewald", 119, "Fritz, Gaspard", 765; Bd. 3: "Hilber, Johann Baptist", 418; Bd. 4: "Lütolf, Max", 376, "Meyer von Schauensee, Franz Joseph Leonz", 562f.; Bd. 5: "Schubiger, Anselm", 616; Bd. 6: "Wagner, Peter (Josef)", 541

Paul Huber, Werkverzeichnis, hrsg. von Max Lütolf und Bernhard Hangartner, St. Gallen 1993, 160 S.

Max Lütolf zum 60. Geburtstag. Festschrift, hrsg. von Bernhard Hangartner und Urs Fischer, Wiese Verlag, Basel 1994, 298 S.

Missalia Einsidlensia. Studien zu drei neumierten Handschriften des 11./12. Jahrhunderts, Dissertation Philosophische Fakultät I, Universität Zürich (= Studien und Mittei¬lungen des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige, Ergänzungsband 36), EOS Verlag, St. Ottilien 1995, 277 S.

Historisches Lexikon der Schweiz, Artikel "Alder, Cosmas", "Bannwart, Roman", "Benn, Johann", "Bourgeois, Loys", "Gregorianischer Gesang", "Hilber, Johann Baptist", "Huber, Paul", "Kirchengesang, katholisch" [im Erscheinen begriffen; teilweise über Internet greifbar]

Congaudent angelorum chori. P. Roman Bannwart OSB zum 80. Geburtstag. Festschrift, hrsg. von Therese Bruggisser und Bernhard Hangartner (= Schriftenreihe der Musikhochschule Luzern, Bd. 1), Musikhochschule Luzern und Raeber Verlag Luzern, Luzern 1999, 218 S.

Geistliche Musik und die Jesuitenkirche Luzern. Festschrift 20 Jahre Collegium Musicum, hrsg. von Marco Brandazza, Bernhard Hangartner und Alois Koch, Musikhochschule Luzern, Collegium Musicum Luzern und Raeber Verlag Luzern, Luzern 2002, 405 S.

Music for and by Fanny Hünerwadel. Yvonne Howard (Mezzo-Soprano), Richard Edgar-Wilson (Tenor), Kathron Sturrock (Piano), booklet by Bernhard Hangartner, produced by Guild GmbH, Ramsen/Switzerland 2005, GMCD 7239

Orgeln in der Schweiz. Erbe und Pflege, in Verbindung mit Urs Fischer und Bernhard Hangartner hrsg. von Max Lütolf, (= Schweizer Beiträge zur Musikforschung, Bd. 8), Bärenreiter-Verlag Kassel etc. 2007

Musik in Zürich. 1500–1900. Zwingli – Senfl – Bachofen – Schmidlin – Egli – Walder – Kayser – Liste – Eschmann – Müller – Wagner – Baumgartner, CD zur Ausstellung "Zwölf Jahrhunderte Musik in Zürich" in der Schatzkammer der Zentralbibliothek Zürich, Booklet-Texte von Bernhard Hangartner und Urs Fischer, produziert von Guild GmbH, Ramsen/Switzerland 2007, GMCD 7312

Hangartner, Bernhard / Heine, Claudia, "Musik in Zürich – Zürich in der Musikgeschichte. Ein Projekt des Schweizerischen Nationalfonds", Sonus, Nr. 2, 2 (2008), 20

"Musikerinnen und Musiker als Patientinnen und Patienten der Bircher-Benner-Klinik", Lebendige Kraft. Max Bircher-Benner und sein Sanatorium im historischen Kontext, hrsg. von Eberhard Wolff im Auftrag des Schweizerischen Nationalmuseums, hier+jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden 2010, 109-120

Durch Richard Wagners Zürich. Ein Stadtrundgang, mit Beiträgen von Eva Martina Hanke und Laurenz Lütteken hrsg. von Bernhard Hangartner, Stroemfeld Verlag Frankfurt am Main und Basel 2012, 72 S.

Richard Wagner’s Zurich. A City Tour, edited by Bernhard Hangartner, with essays by Eva Martina Hanke and Laurenz Lütteken, Stroemfeld Verlag, Frankfurt a/M und Basel 2015 (Übersetzung der originalen deutschsprachigen Ausgabe von 2012)

"The Historia of St Fintan of Rheinau",  in: Ann Buckley (Hrsg.), Music, Liturgy, and the Veneration of Saints of the Medieval Irish Church in a European Context (= Ritus et Artes, Vol. 8), Turnhout 2017, S. 101-122

Paul Huber. Der Komponist und sein Werk, hrsg. von Bernhard Hangartner, Eva Martina Hanke und Hanspeter Spörri im Auftrag der Paul Huber-Gesellschaft, St. Gallen 2018

Tagungen

Liturgie und Schrift im Kloster Rheinau um 1200. Die Handschriften Ms. Rh. 14 und 29 der Zentralbibliothek Zürich. Arbeitstagung. Leitung: Prof. Dr. Christoph Eggenberger, Zentralbibliothek Zürich; Prof. Dr. Laurenz Lütteken, Musikwissenschaftliches Institut der Universität Zürich; Dr. Bernhard Hangartner, SNF-Projekt "Musik in Zürich - Zürich in der Musikgeschichte"