Lebenslauf PD Dr. Louis Delpech

Louis Delpech, geboren 1985 in Paris, ist seit 2018 Assistent an der Universität Zürich. Seit 2019 ist er Herausgeber der Revue de musicologie. Er hat sich im Frühling 2021 an der Universität Zürich habilitiert und vertritt Prof. Dr. Inga Mai Groote für das Herbstsemester 2021.

Er studierte Philosophie und Musikwissenschaft in Paris, an der École Normale Supérieure (ENS Ulm) und der Sorbonne, sowie an der Yale University – u.a. bei Karol Beffa, Isabelle Duha, Quentin Meillassoux und Leon Plantinga.

Am Pariser Konservatorium studierte er Musikästhetik bei Christian Accaoui und Harmonielehre bei Fabien Waksman. Er hat auch ein Orgelstudium abgeschlossen, u.a. bei Éric Lebrun und Christophe Mantoux.

Nach der Agrégation absolvierte er einen M.A. an der Université Paris-Sorbonne bei Prof. Dr. Raphaëlle Legrand mit einer Arbeit über die frühe Bach-Rezeption in Frankreich (1800-1840). Er wurde an der Université de Poitiers bei Prof. Dr. Thierry Favier (Poitiers) und Prof. Dr. Michael Heinemann (Dresden) mit einer Arbeit über Musiktransfer und Musikermigration zwischen Frankreich und Sachsen bzw. Niedersachsen (1666-1733) promoviert.

Während der Promotion war er u.a. Stipendiat des DAAD und der Fondation Thiers. Er war Lehrbeauftragter an der Université Catholique de l’Ouest, der Yale University, der Université de Poitiers und der Sorbonne sowie Akademischer Mitarbeiter an der Universität Heidelberg am Lehrstuhl von Prof. Dr. Inga Mai Groote.

Forschungsschwerpunkte: 1. Europäische Musikgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts: Kultur- und Musiktransfer, histoire croisée, Prosopographie und Migrationsgeschichte, Galanterie und Aufklärung, Entstehung und Kodifizierung des französischen Stils im deutschsprachigem Raum, Johann Sebastian Bach, Orgel- und Kirchenmusik. 2. Europäische Musikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts: Musikgedächtnis und musikalische Erinnerung um 1900, Epistemologie des Gedächtnisses, Musikästhetik, Phänomenologie und Metaphysik, Geschichte der Musikwissenschaft in Frankreich und Deutschland, Musik- und Klanggedächtnis in der literarischen Moderne.